Naturspirituell

unterwegs mit den Feen

Naturspirituell zu sein ist kein Glaubensbekenntnis.
Keine Religion. Keine Lehre. Nichts, das man auswendig lernen oder verteidigen muss.

Völven nennen sich naturspirituell, weil sie wissen:
Die Natur braucht keine Erlaubnis, um heilig zu sein.

Naturspiritualität beginnt dort, wo wir wieder zuhören.
Im achtsamen Umgang mit der Welt um uns herum – und in der stillen Fähigkeit, uns mit ihr zu verbinden. Nicht von oben herab, nicht kontrollierend, sondern anpassungsfähig, wach und bereit.

Natürlich ist es leichter fernab von Straßen, Leitungen und Beton.
Aber Wahrheit ist nicht wählerisch:
Ein Kiesel in der Tasche, ein Blatt im Wind oder eine Libelle im Vorbeiflug reichen aus.
Es ist keine Frage des Ortes – sondern der Übung. Und der Bereitschaft.

Einsamkeit, Achtsamkeit und das Feuer dazwischen

Völven suchen oft die Einsamkeit der Natur.
Nicht aus Weltflucht, sondern aus Respekt. Viele Rituale geschehen im Schutz der Nacht, fern von Blicken, Meinungen und falschen Erwartungen.

Und nein – nackt ums Feuer tanzen ist kein Pflichtprogramm.
Das gehört eher in Mythen… oder in fremde Fantasien.
Was zählt, ist Bewegungsfreiheit: Kleidung, die nicht einengt. Nichts, was ablenkt. Alles, was stört, bleibt zurück.

Wenn das Flüstern der Natur lauter wird als der eigene Kopf,
wenn Bach, Wind und Wald wieder sprechen dürfen,
beginnen sich Zusammenhänge zu zeigen.
Nicht belehrend. Sondern still.

Und irgendwann wird klar:
Wir beobachten das Leben nicht.
Wir sind Teil davon.


 

Naturspirituell arbeiten

Die Natur kennt keinen Stillstand.
Alles folgt dem Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen – und mit den Jahreszeiten wandeln sich auch die Aufgaben der Völven.

  • Mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche beginnt die Zeit von Liebe und Fruchtbarkeit.

  • Ab Mittsommer rücken Krafttierarbeit und Traumdeutung in den Vordergrund.

  • Die Herbst-Tagundnachtgleiche gehört Dankbarkeit und den Ahnen.

  • Und mit dem Julfest beginnen Schutzarbeit und Rückzug.

Die Grundlage all dessen ist stets dieselbe:
achtsamkeitsbasierte Naturmeditation.

In Irland nennt man das Away with the fairies
unterwegs mit den Feen.

Und genau das geschieht, wenn wir uns wieder in das Netz des Lebens weben,
wenn wir uns der Natur überlassen, ohne sie besitzen zu wollen.
Wenn wir still genug werden, um Eins zu sein.

Dann – und erst dann –
sind wir naturspirituell.