Mariz Gawaldan

 

Zwischen Kiel und Bad Segeberg, in einem kleinen Dorf auf dem Land, lebe und wirke ich als Völva. Zwischen Nebel, Kräutern, Rauch, alten Geschichten und den leisen Stimmen der Natur.

Die Welt der Völven begleitet mich nicht als flüchtiges Interesse oder moderne Strömung, sondern als Weg. Ein alter Pfad voller Zeichen, Erfahrungen und Geheimnisse, die sich nicht mit einem schnellen Blick erfassen lassen. Vieles wurde über lange Zeit nur im Verborgenen weitergegeben. Heute ist manches davon sichtbar geworden — und dennoch gibt es noch immer Tiefe, die nicht in Büchern steht, sondern erlebt werden will.

Meine Kindheit verbrachte ich oft am Meer. Dort entstand früh dieses Gefühl von Freiheit, Weite und einer tiefen Verbindung zur Natur. Das Meer war niemals still und niemals berechenbar. Vielleicht liegt genau darin bis heute etwas, das mich prägt.

Ich bin Mutter von zwei Kindern — und vermutlich haben gerade sie mich mehr über Liebe, Geduld, Stärke und echte Verantwortung gelehrt als jeder spirituelle Weg es jemals könnte. Denn zwischen Alltag, Chaos, Sorge, Lachen und durchwachten Nächten bleibt irgendwann nur das übrig, was wirklich trägt: Herz, Ehrlichkeit und die Fähigkeit, immer wieder aufzustehen.

Mein eigener Weg war nicht gerade. Und ich glaube inzwischen, genau das musste er auch nie sein.

Heute finde ich meine Berufung in der Arbeit als Völva. Im Räuchern. In Ritualen. Im alten Wissen. Im stillen Begleiten von Menschen durch schwere, dunkle oder wandelnde Zeiten. Nicht mit leeren Versprechen oder glitzernden Illusionen, sondern mit Tiefe, Erfahrung und einem offenen Blick für das, was unter der Oberfläche liegt.

Ich glaube nicht an Perfektion.

Ich glaube an echte Wege.

An Narben.

An Wandel.

Und daran, dass manchmal genau im Nebel die ehrlichsten Begegnungen entstehen.

Nadrō Aisōn

Ich lebe heute in einem kleinen Dorf auf dem Land und genieße genau das, was früher oft gefehlt hat: Ruhe.

Früher zog mich das Leben in der Stadt an. Das Tempo, die Bewegung, ständig unterwegs zu sein. Mit der Zeit merkte ich jedoch, wie sehr einen diese Schnelllebigkeit auslaugen kann. Stress, Hektik und Menschen, die nur noch funktionieren. Irgendwann war klar, dass das nicht mehr meine Welt ist.

Schon früh führte mich mein Weg in den Rettungsdienst, später als Sanitäter zur Bundeswehr. Im Laufe meines Lebens arbeitete ich in verschiedenen Pflegeheimen und übernahm immer mehr Verantwortung. Doch je höher ich aufstieg, desto mehr verschwand der Mensch hinter Zahlen, Zeitplänen und Vorgaben. Irgendwann musste ich diesem System den Rücken kehren.

So zog es mich nach Kiel, wo ich im Transportbereich arbeitete — oft rund um die Uhr. Bis mein Körper irgendwann deutlich machte, dass auch Belastbarkeit ihre Grenzen hat.

In dieser Zeit lernte ich Mariz kennen. Und mit ihr eine völlig neue Welt. Ruhe. Natur. Feuer. Rituale. Dinge, die ich früher vermutlich anders gesehen hätte. Heute weiß ich, dass nicht alles erklärbar sein muss, um echt zu sein.

Bis heute helfe ich Menschen dort, wo ich kann. Manche Dinge trägt man einfach in sich.

Bei FuhsaAilidaz bin ich der Feuerwächter. Ich stelle Räuchermischungen her, weihe Amulette, Talismane und Kerzen und begleite Rituale und Zeremonien.

Und falls du lieber mit einem Mann sprechen möchtest — ich weiß schon, manchmal sind Frauen anstrengend — dann darfst du mir gerne schreiben.

FuhsaAilidaz

Manche Namen sucht man sich aus.

Andere wachsen mit der Zeit in einen hinein.

FuhsaAilidaz gehört zur zweiten Sorte.

Fuhsa steht für den Fuchs. Für Neugier, Aufmerksamkeit und den Blick auf die kleinen Dinge, die andere oft übersehen.

Ailidaz steht für das Feuer. Für Wärme, Leidenschaft und den Mut, Neues entstehen zu lassen.

Zusammen erzählen diese beiden Namen von zwei Menschen, die ihre Stärken miteinander verbinden und daraus etwas Eigenes geschaffen haben.

Aus einer Idee wurden die ersten Räucherwerke.

Aus den ersten Räucherwerken entstand eine kleine Welt voller Düfte, Rohstoffe, Gedanken und Geschichten.

Mit jedem neuen Rezept, jeder Reise zu einem Markt, jedem Gespräch und jeder Erfahrung ist FuhsaAilidaz ein Stück weitergewachsen. So lange, bis irgendwann klar wurde, dass der alte Begriff nicht mehr zu dem passte, was hier entstanden ist.

Heute nennen wir diese kleine Welt eine Feinspezerey.

Nicht, weil es besonders außergewöhnlich klingt.

Sondern weil es genau das beschreibt, was wir bewahren möchten.

Sorgfältig ausgewählte Rohstoffe. Eigene Rezepturen. Zeit statt Eile. Neugier statt Stillstand. Die Freude daran, immer wieder Neues zu entdecken und dabei den Blick für das Besondere nie zu verlieren.

Jedes Räucherwerk beginnt als Idee. Manche entstehen aus einer Erinnerung, manche aus einer Pflanze, einem Harz oder einer Reise. Andere entwickeln sich über Wochen oder Monate, bis jeder einzelne Bestandteil seinen Platz gefunden hat.

Vielleicht ist genau das FuhsaAilidaz.

Keine Fabrik. Kein Fließband. Kein Ort, an dem einfach Produkte entstehen.

Sondern eine kleine Feinspezerey, in der jede Mischung ihre eigene Geschichte erzählen darf und jeder Duft mit derselben Sorgfalt entsteht, mit der einst die kostbaren Waren ihren Platz in den Regalen alter Spezereien fanden.